Wo, bitte, ist die Schallmauer?


Diese Frage musste sich am vergangenen Wochenende Julian Rödel (gerne) gefallen lassen: zwar hatte Philipp Wagner mit seiner für Julian gestoppten Zeit (12,23 sec.) für den ganz großen Aufreger gesorgt, aber auch die offiziellen 12,87 sec. über die 100 Meter sind ein tolles Ergebnis für unseren zuverlässigsten Jugendlichen. Damit erfüllte sich sein Wunsch und die Vorgabe seiner Trainer für dieses tolle Rennen, bei dem er seinen direkten Gegner auf der Nebenbahn beeindruckend in Schach halten konnte. Die Regeneration für die lange Sprintstrecke war aber nicht ausreichend, um auch den zweiten Wunsch umzusetzen: die 400 Meter absolvierte er in 60,85 sec.

Im Weitsprung der Schülerinnen A starteten Annika Möller und Michelle Moser. Auch sie erfreuten mit stabilen Anläufen und deuteten ihr Potenzial an. Während Annika 4,17 Meter erzielte, war Michelle (noch) nicht zufrieden mit ihrer Tagesbestweite von 3,68 Metern.

Das umfangreichste Programm absolvierte Philipp Wagner. Der familieninterne Wettstreit um das bessere Weitsprung-Ergebnis verpasste er auf einer sehr weichen Anlaufbahn mit 6,02 Metern denkbar knapp (es fehlen noch 3 Zentimeter), dafür lief er die 400 Meter in 50,97. Völlig unzufrieden war er mit dem Rennverlauf, weil er auf der Außenbahn seine Kontrahenten nicht im Blick hatte und zwei Läufer aus Edenkoben an sich vorbei ziehen lassen musste. Aber immerhin schaffte er auch an diesem Wochenende, einen „Methusalem“-Vereinsrekord aus dem Jahr 1983 um rund eine Sekunde zu verbessern. Den langen Wettkampftag beendete der Lauf über 1.500 Meter. Souverän wurden die angestrebten Rundenzeiten eingehalten, und am Ende finishte er in 4:13,66 min. Damit läuft die Vorbereitung für die Qualifikation über 2.000 Meter Hinderniss in Ochtendung am 10. Juni nach Maß.

Aus der Läuferschar startete Kai Morgenstern über 5.000 Meter. Die Außentemperaturen waren einen Tick zu hoch – trotzdem konnte Kai seine Steherqualität ausspielen und in den letzten beiden Runden das Tempo noch einmal anziehen. Das reichte nicht ganz, um sein Zielmarke (18 min) zu unterbieten: die Stoppuhr blieb für ihn bei 18:00,13 min. stehen