Unser „Marathon-„Mann im Interview mit der RHEINPFALZ


Am 28.02. veröffentlichte die RHEINPFALZ ein Interview mit Roland Schmidt. Dabei war die Entwicklung unserer wichtigsten und wertvollsten Laufveranstaltung der Dreh- und Angelpunkt:

„Den 8. März kann man sich vormerken: Der TSV Kandel veranstaltet zum 40. Mal den Bienwaldmarathon. Roland Schmidt gilt als Vater der Veranstaltung. Werner Mühl sprach mit ihm.
Herr Schmidt, hätten Sie bei der Premiere 1976 gedacht, dass es diese Veranstaltung 40 Jahre später noch geben würde?

Wir haben ja 1976 diese Straßenlaufveranstaltung eingeführt, weil es absehbar war, dass unsere Stadionveranstaltungen aufgrund der fehlenden Kunststoffbahn immer weniger Anziehungskraft haben würde. Dass der Straßenlauf allgemein und unsere Straßenläufe insbesondere einen solchen enormen Zulauf haben würden, war damals bei der Gründung nicht vorauszusehen.

In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden auch in Rülzheim, Offenbach, Herxheim und Maximiliansau Marathonläufe veranstaltet. Warum konnte sich der Bienwald-Marathon halten?

Die Marathonläufe unserer Nachbarbereine in der Südpfalz wurden aufgegeben, weil die Teilnehmerzahlen so weit zurückgingen, dass sich der große Aufwand nicht mehr lohnte. Wir in Kandel mussten zwar nach dem Boom gegen Ende der 80iger und zu Beginn der 90iger Jahre auch einen Rückgang registrieren, der verlief aber recht „milde“. Die Zugkraft der Laufveranstaltung im Bienwald bringen wir auf diesen Nenner, mit dem wir auch werben: schnell – familiär – naturverbunden.

Wie sehen Sie die Zukunft des Laufs?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Wir müssen jedes Jahr rund 150 Helfer akquirieren. Es müssen rund 1.000 Stunden das Jahr über gestemmt werden, um solch ein Event vorzubereiten. Zwar haben wir einen gewissen Stamm, der sich aus Mitgliedern der Abteilung Leichtathletik des TSV 1886 Kandel, aus Ehemalingen, Freunden und Freiwilligen zusammensetzt, dem aber jedes Jahr neues Blut zugeführt werden muss. Das ist uns bisher gelungen. Aber die Bereitschaft lässt etwas nach, denn die heutigen Berufstätigen sind beruflich und familiär mehr eingespannt, als dies noch früher war. Auch ich muss altershalber daran denken, die Hauptverantwortung in jüngere Hände zu übergeben. Daran arbeiten wir in der Abteilung. Freiwillige, die unseren Helferstamm erweitern wollen, sind uns herzlich willkommen. Ich hoffe, dass der Bienwald-Marathon auch noch die 50. Auflage erreicht.“

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