Staffellauf Kandel nach Reichshoffen am 27. August 2011


Logo Kandel Reichshofen am 27.08.2011

Relais Kandel Reichshofen am 27.08.2011

50 Jahre Städtepartnerschaft sind wahrlich ein Grund zu feiern und wir TSV Leichtathleten durften Teil der Feierlichkeit sein, mit dem was wir so einigermaßen können. Laufen.

Gemeinsam mit unseren französischen Lauffreunden aus Reichshoffen führten wir am 27.

Am Start

Morgens halb acht am Saubrunnen

August einen Staffellauf durch. Die komplette Strecke von 51,2 km wurde im Vorfeld in x Teilstrecken aufgeteilt, die man nach Befinden als Läufer oder Mitfahrer absolvieren konnte. Schon am Startpunkt, dem Saubrunnen in Kandel war offensichtlich, dass der TSV heute in Unterzahl ist. Reichshoffen war mit einer großen Läuferschar, ausgestattet mit 5 Vans angereist. Freundlicherweise durften wir mit den französischen Freunden mitfahren, was schon der erste Schritt zur deutsch französischen Völkerverständigung war.

Ausgestattet mit einem schicken T-Shirt, auf der zur Orientierung die Laufstrecke auf dem Rücken abgebildet ist geht es zum Start. Begleitet von den besten Wünschen der beiden Bürgermeister geht es auf die Strecke. Monika hatte die Ehre das Staffelholz, ein Kunststoffrohr mit der Freundschaftsurkunde, die erste Etappe nach Minfeld zu tragen. In gemütlichem Tempo blieb genug Zeit und Luft sich mit den französischen Kollegen zu unterhalten. Gott sei Dank beherrschen die Elsässer noch die deutsche Sprache. Mit

Wechselstelle Altenstadt

meinen Französischkenntnissen wäre die Unterhaltung schnell beendet gewesen. Auf meinen Etappen auf deutscher Seite läuft auch Volker Wüst mit, der mit klaren Ansagen in Deutsch und Französisch, Richtung und Tempo vorgibt. Schön einen multilingualen Kosmopolit in unseren Reihen zu haben. An jeder Wechselstelle wartet der Tross und spendet den Läufern frenetischen Beifall. So macht Laufen richtig Spaß.

Nach Weißenburg beginnt die härteste Etappe, der Anstieg zur Scherhohl. Ich komme ganz locker den Anstieg hoch, was aber im Wesentlichen daran liegt dass ich im Transporter sitze. Thomas und Heinz-Dieter, sowie zwei französische Läufer erlaufen sich die Bergetappe und werden auf der Bergkuppe von dem Tross gefeiert. Mit einem exzellenten französischen Gewürztraminer stoßen wir auf

fast am Ziel

die deutsch-französische Freundschaft an. Bei wunderschönem Läuferwetter geht es durch schicke Dörfchen, eins blumenreicher als das Andere. Die Dörfer, so lerne ich, nehmen an einem Wettbewerb teil, der unserem „unser Dorf soll schöner werden“ gleicht. Am Ortsschild kann man an der Anzahl der angebrachten Blumensymbole den Erfolg des Ortes bei diesem Wettbewerb sehen. Viel zu früh erreichen wir Reichshoffen und legen an der letzten

Wechselstelle an einem Fischteich eine ausgiebige Rast ein. Mit belegten Baguettes und Getränken werden wir von unseren französischen Freunden versorgt. Nach einem Besuch bei der Witwe des damaligen Bürgermeisters, der mit Oscar Böhm die Urkunde unterschrieb, gehen wir gemütlich die letzte Etappe an. Exakt um 15 Uhr, wie es das Protokoll vorsieht laufen wir in Reichshoffen ein und werden von Blaskapelle und den

Schaulaufen zum "Hotel de Ville"

Würdeträgern empfangen. Jeder bekommt eine Urkunde mit den Unterschriften aller Läufer aus den Händen des Bürgermeisters überreicht. Besonderen Respekt gebührt Thomas Dambach, der als einziger Läufer die volle Distanz von 51 km bewältigt hat.

Nach dem Duschen sind wir im Festzelt eingeladen uns zu stärken. So wieder hergestellt nehmen wir an den Feierlichkeiten teil, die traditionell mit einem Defilee beginnen. Für mich die Gelegenheit Reichshoffen kennenzulernen.

Für uns alle war es ein wunderschöner Tag, an dem ich zutiefst bedauerte, nicht die französische Sprache zu beherrschen. Bei der Verabschiedung von unseren Lauffreunden in Reichshoffen haben wir uns versprochen öfter gemeinsam, etwas zu unternehmen.

NoWi/HDS