Pfalzmeisterschaft im Halbmarathonlauf


KL, 25. März: Auf einer waldreichen, verkehrsfreien, fast durchgehend asphaltierten Strecke mit Start und Ziel am Schulzentrum Süd in Kaiserslautern führte der LVP seine diesjährige Pfalzmeisterschaft im Halbmarathonlauf durch. Ausgerichtet wurde diese Meisterschaft von der TSG Kaiserslautern, die diesen Wettbewerb in ihre Laufveranstaltung „37. Halbmarathon“ integriert hatte. Einziger Starter des TSV 1886 Kandel war Dennis Bachmann, der sich in den letzten Wochen eine gute Form erarbeitet hat. Wie er diesen Lauf erlebt hat, beschreibt er so:

Die diesjährige Pfalzmeisterschaft im Halbmarathon führte mich nach Kaiserslautern zum TSG-Halbmarathon. Nach einem kilometerreichen Winter, in dem ich mein Dauerlauftempo merklich steigern konnte, wollte ich, mit wenig Tempotraining, eine Zeit von 1:18 h anlaufen. Die Motivation war groß, da ich diese Zeit schon in Karlsruhe und Rheinzabern versucht hatte und mich beim letztjährigen Osterlauf mit 1:19:38 h begnügen musste. Dass dies nicht einfach werden würde, wurde mir spätestens bei der Begutachtung des Streckenprofils klar, welche zwei lang gezogene und kleinere giftige Steigungen ausmachte.

Nach dem Startschuss ging es, unterbrochen von wenigen flachen Passagen, bis km 3 eigentlich stetig bergauf. Ich hielt mich an erfahrene Läufer aus der Nähe Kaiserslauterns, da diese die Strecke kannten und das Tempo gut an die Steigung anpassten. Nach km 3 ging es auf die Kreisstraße Richtung Aschbacherhof, auf der der Rückstand von der Bergpassage (12:03 min bei km 3) aufgeholt werden musste. Dank leichtem Gefälle bewegte sich die Geschwindigkeit um 3:32 min/km, was den Rückstand auf die angepeilte Zwischenzeit merklich schrumpfen ließ. Auch bildete sich hier, zu meinem Vorteil, eine siebenköpfige Gruppe, die nun auch einige Kilometer zusammen blieb.

Nach dem Aschbacherhof ging es weitgehend flach Richtung Mölschbach in den Wald, in dem der nächste lange Berg warten sollte. Bergauf passierten wir Kilometer 10 nach 37:35 min (Geplant war 37:30) und der Berg wollte nicht enden. Nach 11,5 km die Erlösung: Der höchste Punkt war erreicht und es ging 2 km bergab. An diesem Punkt zerfiel die Gruppe in ihre Einzelteile und mein nicht vorhandenes bergab-Talent ließ mich schnell die letzte Position der ehemaligen Gruppe einnehmen. Dennoch konnte ich weiter Zeit gut machen und bei km 11 war ich endlich in der vorher geplanten Zeit. Nach km 14, der Vorsprung auf die geplante Pace war auf knapp 20 Sekunden angewachsen, ging es wieder aus dem Wald zurück nach Kaiserslautern über eine recht flache Kreisstraße, auf der sich auch der Wind zurück hielt.

In Kaiserslautern angekommen zeigte die Uhr nach 19 km genau 71 Minuten an und ich wähnte mich in Gedanken schon im Ziel, folgte am  letzten Berg ein Schock: Eine Steigung von ca. 100 m die Kantstraße hinauf war wohl zu viel für meine Beine und ich fühlte mich, als würde ich keinen Meter mehr vorankommen. Die 1:18 war nun in höchster Gefahr und ich versuchte, den Laufschritt im Flachen wieder zu steigern. Nach dem 11-Freunde-Kreisel war mir klar, dass es mit der Zielzeit ganz eng werden würde. Auf den letzten 500 m holte ich nochmal alles aus mir raus und legte mit 1:18:58 h eine wahre Punktlandung hin, was die Verbesserung der persönlichen Bestleistung um 40 Sekunden bedeutete. In der Endabrechnung reichte dies zu Rang 8 im Gesamteinlauf, Rang 7 in der Pfalzwertung und Rang 4 in der männlichen Hauptklasse.

Fazit: Ein schöner Lauf auf einer abwechslungsreichen Strecke, der das Wintertraining gut darstellt und mich positiv in die weitere Wettkampfsaison blicken lässt!

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