Die 3-Stunden.Marke geknackt!


Hamburg, 29. April:  Der Hamburg-Marathon, traditionell am letzten Aprilwochenende ausgetragen, war schon immer ein besonderer Anziehungspunkt für Läufer und Läuferinnen des TSV 1886 Kandel. Denn auf das begeisternd mitgehende und die Teilnehmer anfeuernde Publikum,  diesmal sollen etwa eine dreiviertel Million Besucher an der Strecke gewesen sein, ist in HH immer Verlass.

Diesmal zog es zwei TSV-Marathonis in den Norden, um auf den 42,195 km rund um die Außen- und Binnenalster ihre Visitenkarte abzugeben. Der 27. Haspa-Marathon in Hamburg, lange Zeit hinter dem Berliner Pendant zweitgrößter Lauf in Deutschland, hat in den letzten drei Jahren etwas an Attraktivität verloren. Trotzdem standen mehr als 11.000 Laufenthusiasten bei besonders günstigen äußeren Laufbedingungen, zur Startzeit ca. 10°C, an den drei Startlinien in Hamburg-Altona, um die große Schleife in Angriff zu nehmen. Und immerhin 10.320 Finisher wurden im Ziel registriert.

Michael Ohler, der im März beim Bienwald-Marathon mit einer Zeit von 3 h und 11 min den Lauf beendete, hatte sich vorgenommen, unter der Drei-Stunden-Barriere zu bleiben. Dazu hatte er sich hinter dem Brems- und Zugläufer für „unter 3 Stunden“ eingeordnet. Dem Tempo dieses Pacemakers konnte er vom Start weg bis ins Ziel folgen. Mit 10 km-Abschnitten von knapp über 42 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 14 km/h entspricht, lief er ein sehr gleichmäßiges Rennen mit zwei fast identischen Splits auf der 1. und 2. Hälfte. Als 344. Gesamtfinisher nach 2:59:20 h  strebte Michael über die Ziellinie, was ihm in seiner Altersklasse Rang 67 einbrachte.

Der zweite Kandeler war Jens Krausewitz. Er hatte sich die Unterbietung der 4 Stundengrenze vorgenommen. Den halben Marathon passierte er noch im „Soll“ von 1:57:53 h. Nach Kilometer 30 aber traf ihn der den Marathonis bekannte „Mann mit dem Hammer“ in die Oberschenkel. Er musste sein Tempo wesentlich reduzieren und überlief die Ziellinie nach 4:20:08 h.  Beim nächsten Versuch wird er vorher noch etwas besser trainieren und diese Barriere auch schaffen.