41. Berlin Marathon 28.09.2014


Kai Morgenstern und Christian Flügel starteten für den TSVKandel und mischten sich unter Tausende von Läufern.
Samstag ging’s zur Startnummern-Abholung. Allein die Marathon-Messe war so groß, dass sie schon einem Dorffest glich. Der Einlass zur Messe war für Läufer und bis zu drei Begleitpersonen kostenlos. Einlass zur eigentlichen Startnummernausgabe wurde nur dem Läufer gewährt. Dort prüfte man alles detailgenau. Personalausweis und Gesichtskontrolle gaben einem nicht wirklich ein Gefühl der Entspannung. Man spürte bei allen Beteiligten eine Unruhe. Auf dem Messegelände, einem stillgelegten Flughafen, gab es viel zu entdecken, für Groß und Klein. Über Hüpfburgen, Kinderspiele und einen kleinen Bambini-Lauf, einem großen Heißluftballon bis hin zum leiblichen Wohl der Gäste wurde für Jeden etwas geboten.

Der letzte Abend vor dem Rennen:
Den Abend vor dem Lauf verbringt jeder Sportler anders. Einige gehen zeitig schlafen, andere nehmen/gehen die Sache locker an. Ich zum Beispiel setzte mich mit meiner Familie in eine Bar, um die Gedanken frei zu bekommen. Natürlich nicht zu lange, denn ausgeschlafen will man schon sein.

Der Tag ist gekommen:
Ich verschlief erstmal eine halbe Stunde, was nicht gerade zu einer entspannten Situation beitrug. Dies sollte mein erster Marathon werden und ich wollte ihn auf jeden Fall finishen. Meine Hände zitterten so stark, dass ich nicht mal den Müslilöffel ruhighalten konnte. Startschuss ist 08:45 Uhr. Wer einen einigermaßen guten Startplatz in seinem zugeteilten Startblock ergattern will, muss bereits über eine Stunde vor Start in seinem Block stehen.

Das Rennen kann beginnen:
Gegen 08:00 Uhr befand ich mich dann bei der „After-Race-Beutel“-Abgabe. Anschließend ging es im Schneckentempo zum Startblock, bedingt durch die tausenden Läufer. 08:43 Uhr stand ich dann an meiner Position: Wow, pünktlich zum Start.
… Ein leiser Knall, gelbe Luftballons steigen auf. Das muss der Start gewesen sein. Langsam setzten sich die Menschenmassen in Bewegung. Fast zwei Minuten vergingen, bis ich an der Startlinie ankam.
Die ersten 10 Kilometer waren sehr unruhig. Erst dann konnte ich meinen Laufstil und mein Tempo laufen. Zuvor war es ein ständiges Hin und Her. Jede neue Kurve bedeutet „Achtung!“ Vorderleute bremsen auf 2 km/h ab und ziehen dann wieder an. Für mich etwas total Neues. Ich war gewohnt, Kurven nicht zu eng zu nehmen. Aber bei dieser Art von Wettkampf ist alles anders.
Die Halbmarathonmarke passierte ich bei 01:25:01 Std. Noch fühlte ich mich gut, jedoch ließ ich mich von der Masse mitreißen und lief zu schnell an. Bei Kilometer 27 war es dann auch geschehen: Ich musste deutlich langsamer machen und ab Kilometer 30 legte ich bereits die ersten Gehpausen ein. Es überkam mich ein überwältigendes Gefühl, welches mich bei Kilometer 33 zum Weinen brachte. Für mich galt es anzukommen. Ca. 7 km vor dem Ziel munterte Kai mich auf. Doch wenig später musste leider auch er Gehpausen einlegen.

Und dann erschien das Brandenburger Tor! Nur noch ca. 300m bis ins Ziel. Finish …..
Meinen ersten Marathon absolvierte ich in 03:07:05 Std, Kai lief 03:01:42 Std.

Berlin und auch der Marathon ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Berlin