…auf der Überholspur…? Bezirksmeisterschaften? Lange Staffeln? Gewitter?


Viele Fragezeichen standen am letzten Schultag vor den Sommerferien vor den Bezirksmeisterschaften der „langen Staffeln“. Todesmutig stürzten sich gefühlte 100 Kandeler im Altersspektrum von 8 bis 88 Jahren in die Autos, um in Rheinzabern zu erleben:

Gruppenfoto Bezirksmeisterschaften Mittelstreckenstaffel 2011 in Rheinzabern

1. 800/1.000 Meter können auch Spaß machen;
2. lange Staffeln machen noch viel mehr Spaß;
3. viele Kandeler auf der Tribüne können einen auf der Bahn super anfeuern!
Da nur wenige Vereine den Weg nach Rheinzabern gesucht/gefunden hatten, war die Konkurrenz überschaubar; trotzdem (oder gerade deshalb?) kamen einige schöne Ergebnisse zustande:
Den Auftakt gestalteten die Schülerinnen A in der Besetzung Annika Möller-Caroline Biedermann-Michelle Moser. Annika konnte von Anfang an mit einem tollen Rennen als zweite an Caroline übergeben. Carolines Beine waren aber in der Vorfreude auf den anstehenden Urlaub schon etwas müde, sodass Michelle als Schlussläuferin in 8:30,00 min. (nur) den 6. Platz erlaufen konnte.
Bei den Frauen waren dank der unermüdlichen Arbeit unseres Abteilungsleiters gleich zwei Mannschaften gemeldet. Die „Profis“ Catherine Bayer-Klier, Pia Winkelblech, und Ursula Wagner .. starteten gegen Christiane Baral mit den „Sternchen“ Pola Keppel und Constanze Nagl: während die Profis ihr Staffelholz nach 8:11 min. ins Ziel getragen hatten, schaffte es der Nachwuchs in immerhin 9:07 min. Ein herzliches Dankeschön hier vor allen Dingen an Constanze und Pola, die die zweite Staffel überhaupt erst ermöglicht hatten!
Die Männer reihten sich nach der Gratulationscour für die Frauen hinten ein und versuchten, die Ergebnisse noch zu verbessern:
Die Schüler C vertraten Timon Baral, Niclas Krummel und Marc Schepanski. In einem schönen Rennen verteidigten sie den 2. Platz von 6 gestarteten Mannschaften in 12:32,10 min.
Nicht ganz so erfolgreich waren die Schüler B: nach einem zu verhaltenen Start tat sich schnell eine Lücke von fast 100 Metern zu den übrigen Läufern auf, die auch von den weiteren Staffelmitgliedern nicht mehr geschlossen werden konnte. Am Ende blieb die Uhr bei 11:41,20 min. stehen.
Interessant wurde dann der gemischte Lauf der Jugendlichen und Männer über 3*1.000m. Insider waren völlig verunsichert, für wen sie ihre Wetteinsätze machen sollten: hier die Youngsters mit Michael Kremer als fulminantem Startläufer, Julian Rödel (der damit in der nächst höheren Altersklasse debütierte) und Philipp Wagner, der diese Veranstaltung als Formtest für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Jena gerne mitnahm – dort die „alten“ Trainer-Hasen Markus Poth, Maximilian und Johannes Nagl, deren breit gefächertes Wissen um Rennpsychologie nicht zu unterschätzen sind. Aber der Zahn der Zeit nagte an diesem Nimbus: die Jugendstaffel konnte mit 8:50, 10 min auf die führende Staffel aus Edenkoben noch bis auf knapp 4 Sekunden heranlaufen, die Männer „siegten“ (als einzige Männerstaffel) ungeschlagen in 10:18,80 min.
Den Abschluss bildeten die Bezirksmeisterschaften über 5.000 Meter: Eigentlich waren es Vereinsmeisterschaften mit regionaler Beteiligung, weil nur zwei weitere Läufer aus anderen Vereinen an die Startlinie getreten waren. Nachdem in den ersten Runden Roland Knöhr noch die Führungsarbeit übernommen hatte, war bei Kai Morgenstern schnell klar, dass er diesmal nichts anbrennen lassen wollte: sein ehrgeiziger Rundenplan führte ihn letztlich zu einem ungefährdeten Sieg in der Männerklasse in 17:52,60 min. Roland Knöhr lief 26 sec. später über die Ziellinie. Zeiten unter 19 Minuten schafften auch noch Thomas Dambach und Gerald Gantz. Mit knapp über 20 min. finishte Heinz-Dieter Swiateck und unser ältester Läufer Klaus Bayer schaffte in der Altersklasse M70 überaus respektable 28:53 min.
Auch die Frauen wussten zu überzeugen…Catherine Bayer-Klier erlief sich den Sieg in ungefährdeten 20:51, gefolgt von Gaby Kling in 28:28 min.
Fazit:
Eigentlich ja wolkenverhangen, aber für Kandel schien die Sonne am späten Abend in Rheinzabern doppelt so intensiv!